IM GESPRÄCH/KUNST/RÜCKBLICK

Im Gespräch: Rainer Holl & Björn Gögge

Zwei aktuell sehr erfolgreiche und immer liebenswerte Poeten aus der Poetry Slam Szene haben ein wenig aus der Texterschatzkiste geplaudert. Rainer Holl und Björn Gögge, das Ehepaar der Wortakrobaten, über ihre Erfahrungen auf der Bühne als auch über den künstlerischen Prozess. Ein wenig Freischnauze und Unsinn waren auch dabei.interview_10

Rainer Holl (32) aus Dortmund und Björn Gögge (23) aus Essen – Sie haben sich gesehen und auf den zweiten Blick ineinander verliebt. Seither bestreiten sie zusammen die Bühnen des Ruhrgebiets und darüber hinaus.

Am vergangen Mittwoch, den 11. Juni, fand [poetry in the box] Vol.2 dank der Veranstaltungsreihe Sommer am U in Dortmund statt. Davor nutzte ich die Zeit und schnappte mir die beiden Herren für ein kurzes Interview.

Ihr Zwei, dann erzählt mal: Wie lange seid Ihr schon am slammen? Wie seid Ihr auf die Idee gekommen? Und könnt Ihr Euch noch an euren ersten Auftritt erinnern?

Björn: Rainer, du bist älter. Du fängst an!

Rainer: Obwohl es schon sehr lange her ist, kann ich mich noch sehr gut daran erinnern. Ich habe eine Stammkneipe in Dortmund, das subrosa. Da gibt es seit den frühen Neunzigern den „Poetry Jam“, einer der ältesten Slams hier. Der erste Slam an den ich mich bewusst erinnern kann war mit Tobi Katze. Bei Sulaiman Masomi dachte ich „Wow, cooler Typ!“. Danach ist jemand aufgetreten, der mir gar nicht gefiel und ich dachte mir „Okay, das kann ich besser!“. Vor 6 Jahren, im April 2009,  bin ich das erste Mal auf die Bühne. Ich glaube ich bin eine Rampensau und hatte das Bedürfnis dort auch zu stehen. Und dann erfuhr ich erst von Freibier und den Björns, den ganzen Menschen.

Björn: Meinen ersten Auftritt hatte ich – ich weiß sogar noch das Datum – am 20. Dezember 2013 in der Weststadthalle Essen. Ich wurde gezwungen dahin zu gehen. Ich habe es mir ein paar Jahre vorher mal in diesem Internet angeguckt, in diesem Neuland… angefangen mit Bekannten wie Patrick Salmen und Moritz Neumeier. Hat mir immer gefallen, aber ich wusste nicht, dass es so einfach ist da mitzumachen. Wie es sein sollte beim ersten Slam: Direkt richtig fett in der Vorrunde rausgeflogen, gegen Christofer mit f, wo ich im Nachhinein sage, dass es völlig fair war, weil er einfach sehr gut und lange dabei ist.

Rainer: Was war dein erster Text?

Björn: Mein erster Text hieß „Alltagshelden“. Das war eine super traurige Kurzgeschichte über die NS-Zeit und die 60er.

Rainer: Ich hatte auch ein Text über Nazis in Dortmund. Das war mein erster Text. Direkt die „schönen Themen anfassen“.

Wie denkt Ihr heute zurückblickend über euren ersten Auftritt und eure Texte? Hättet Ihr etwas besser machen können?

Rainer: Meinen Text „Mensch Meier“ finde ich immer noch gut, der ist stark. Der ist auch ein bisschen rapmäßig und politisch-aufgeladen. Ich war tierisch nervös, daran kann ich mich noch erinnern. Aber viele Freunde waren da. Allerdings habe ich gegen die Regeln verstoßen. Ich hatte eine Requisite dabei. Weil der „Herr Meier“ etwas in der Zeitung liest, hatte ich eben eine Zeitung mit auf der Bühne, die ich dann zerrissen und weg geworfen habe. Alle waren sehr überrascht und Torsten Sträter war da, der mich sehr gelobt hat.

Björn: Ich habe nach meinem Auftritt fünf Monate später ein Video davon gesehen. Und nach den fünf Monaten hatte ich tatsächlich schon bessere Texte. Meine Performance war null Prozent, alles nur runtergelesen. Dann hat mich ein guter Kollege, Jay Nightwind, darauf aufmerksam gemacht, dass mir dichten doch auch liegen würde. Daraufhin habe ich den selben Text genommen und einfach ein Gedicht draus gebastelt und ihn auswendig gelernt.  Wenn man sich da reinhängt und sich in die Sätze reinlegt, dann ist es direkt viel geiler. Der erste Auftritt war aber auch super. Es haben nur ein paar Stimmen gefehlt, dann wäre es ein Unentschieden gewesen. Das ist für den ersten Auftritt schon nicht schlecht, vollkommen in Ordnung.

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Wann habt Ihr Euch eigentlich kennen gelernt? War es Liebe auf den ersten Blick?

Rainer: Ich habe ihn gehasst!

Björn: Bei mir war es Liebe.

Rainer: Beim Campus-Slam an der Uni letztes Jahr im November. Ich hatte eine längere Pause gemacht bis mich Stefan Fischer zu dem Campus-Slam eingeladen hat. Ich hatte zwei Texte, die schon sehr geil waren – „Babies“ und „Dasein“. Habe „Dasein“ dann im Finale gegen Björn gemacht und er hat dann mit „Heute ist nicht mein Tag“ alles zerfickt. Er war vor mir dran und hat verbrannte Erde hinterlassen! Es gab nichts mehr zu holen. Tabula rasa. Nichts. Da hab ich gedacht „Was ist denn das für einer?“. So richtig lieben gelernt haben wir uns eigentlich dieses Jahr im Frühling.

Björn: Mit den Frühlingsgefühlen.

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Habt Ihr jeweils einen Lieblingstext von euch selbst, den Ihr gerne vortragt  oder der Euch sehr viel bedeutet?

Björn: Das ist tatsächlich immer davon abhängig welche Texte gerade aktuell sind. Jetzt finde ich Texte zum Beispiel von ganz früher wieder cool. Momentan, den aktuellsten, mach ich aber auch am liebsten. Den Text, der oft oder meistens „zieht“, mach ich schon gar nicht mehr so gerne. Ich weiß, dass „Heute ist nicht mein Tag“ witzig ist, aber das ist vielleicht schon zu berechenbar. 

Rainer: Ich habe eine Entwicklung gemerkt, die man auch erst feststellt wenn man viel macht, mehr als 10 bis 15 Auftritte im Monat. Da muss man gucken, was hat man, was zieht. Eine zeit lang haben „Helene“ oder „Babies“ gezogen und dann bin ich damit aber auch auf die Fresse geflogen. Man macht Sprechpausen wo man weiß, dass das Publikum lacht oder ähnliches, weil es so berechnend ist. Dann tendiert man dazu über zu performen. Neulich habe ich beim Vortragen zu viel reingelegt. Das merken die Leute. Ein Drahtseilakt. Wenn man einen neuen Text hat, ist man immer so aufgeregt, man weiß nicht wie er ankommt. Wenn er es tut, dann hat man so einen extra Kick. Deswegen sehe ich das wie Björn, dass die aktuelleren schon die besseren sind.

Björn: Das Aufgeregtsein ist aber sehr schön.

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Habt Ihr Lampenfieber bei euren Auftritten? Oder nur bei neuen Texten?

Rainer: Bei jedem Auftritt nicht.

Björn: Ich schon.

Rainer: Ich bin eher angespannt. Aufgeregt war ich in Duisburg, obwohl ich schon mal da war, alle gekannt habe und der Moderator mein Buddy Jason Bartsch war. Mit meinem neuen Text war ich dann richtig angespannt. Oder im Finale gegen Quichotte und Kunze, die alle weg gefegt haben. Also es hängt vom Publikum und auch von der Tagesform ab.

Björn: „Angespannt“ ist der bessere Begriff. Das letzte Mal richtig aufgeregt war ich in Münster beim NRW-Meisterschaften-Finale. Vor allem auf dem ersten Startplatz, weil man nicht weiß, was passiert. Und dann sitzen da 800 oder 900 Leute vor einem…

Rainer: Und was ist passiert!? Björn hat halt nach vorne gefickt. Für dich war es scheiße als erster Platz, aber für die Veranstaltung war es total gut. Weil du so einen energetischen Start hingelegt hast. Mit einem anderen Text wäre es eine ganz andere Dynamik geworden.

Björn: Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht.

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Wie sieht es mit Ritualen vor Auftritten aus? Muss vorher irgendwas geschehen?

Rainer: Kacken, rauchen, Bier trinken.

Björn: Richtig, aber nicht kacken. Das mach ich auf manchen Toiletten nicht gern. Ne, was ich tatsächlich immer mache, klar, eine rauchen und ein bis zwei Bier und – ich weiß auch gar nicht was das für einen Sinn verfolgt – aber ich gucke nach oben und denke mir „Boah, jetzt!“. Um alles zusammen zu holen, dieses In-sich-kehren…

Rainer: … und dann ballern!

Björn: Genau, dann den kompletten Björn aus mir raus lassen. Das ist das Ritual.

Wo nehmt Ihr eure Ideen denn her? Sammelt Ihr diese?

Rainer: Um uns herum passieren immer Dinge, die einen beeinflussen. Mal denkt man mehr über etwas nach, mal weniger. Jeder hat Ideen.

Björn: Also ich habe Zuhause ein Dokument auf dem PC, das heißt „Ideenzettel“. Da schreibe ich immer Sätze rein, die ich geil finde, oder Dialoge. Wenn ich anfange einen Text zu schreiben, gucke ich mir diese Punchlines an und suche mir die passenden raus. Zum Beispiel war die „Naziball“-Idee sechs Monate auf meinem Computer bis ich wusste was ich daraus machen soll.

Rainer: Also Inspirationen kommen einfach. Bei den Arbeitsmethoden bin ich hundert prozentig deckungsgleich mit Björn. Ich habe auch eine Datei wo ich mit dem Handy ganz schnell reinschreiben kann. Das kann so ein Satz sein wie „Volksmusik ist Angriffskrieg“ oder „Segwayfahren ist kein vernünftiges Fortbewegungsmittel“ und „Warum kann es sein, dass die Post keinen Postautomaten bauen kann, der Geld wechselt“. Das passte alles erst nicht zusammen, bis ich einen Text übers Deutsch-Sein geschrieben habe. Dann schau ich durch die Datei und zieh mir alles raus. Eine Art Puzzlespiel.

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Habt Ihr Favoriten aus der Poetry Slam Szene?

Rainer: Andy Strauß. Wenn ich ihm zuhöre kommt immer was Neues. Ich mag Leute, die viel schreiben. Sebastian 23, Andy Strauß und auch Jason Bartsch schaffen immer wieder neue Texte zu schreiben, wo man nicht weiß ob es nun ein Gedicht ist, ein lustiger Text oder etwas Ernstes.

Björn: Ich würde mich bei den allen anschließen. Aber auch Moritz Neumeier, als er noch geslammt hat, brachte er krasse Ideen mit. Der hat Texte, wo ich geflasht war.

Rainer: Lars Ruppel ist natürlich auch gut mit seiner Art. Und Sträter war so ein Humor, dem ich mich nicht entziehen konnte. Oder auch Zymny, immer wieder Zymny. Beide haben den Slam einfach erweitert. Es klingt sehr pathetisch, aber heute sind dank der beiden zum Beispiel Texte möglich, die es vor 10 Jahren noch nicht gegeben hätte.

Björn: Ich mag aber auch englischsprachige Künstler. Mike McGee ist ein cooler Typ. Sarah Kay und Phil Kaye, die auch mal in der Weststadthalle waren, super Leute. Aber wenn mir jemand eine Pistole auf die Brust setzen würde welcher Text beispielsweise mein Liebling wäre – ich bin ein unglaublicher Fan von Sebastians Text „Da“. Ein Text, der auch nur drei Minuten geht. Eine Messlatte wo man auch mal hinkommen möchte.

Rainer: Ja, die Quintessenz…
Aber ich merke, wir haben nur Männer genannt. Theresa Hahl gefällt mir auch super. Aber auch die jungen Frauen, besonders im U20 Bereich. Ich habe zuletzt noch einen Slam in Schwerte von Schülern moderiert, die noch nicht so beeinflusst sind von der Szene, die haben mich völlig weg geflasht.

Björn: Allgemein. Fatima, Henrike, das sind alles krasse Leute. Wenn ich mit 17 schon so hätte schreiben können, dann würde ich jetzt nicht hier sitzen… sondern beim Prix Pantheon Dieter Nuhr von seiner scheiß Couch schubsen. Ne, aber um den Nachwuchs muss man sich echt keine Sorgen machen. Ich bin sehr froh, dass auch sehr viele weibliche Akteure dabei sind.

Rainer: Ach, es gibt tausende! Komm, hör auf…

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Gibt es einen Augenblick, der richtig peinlich oder unangenehm war auf der Bühne? Oder habt Ihr einen besonderen Auftritt, der Euch positiv oder auch negativ in Erinnerung bleibt?

Björn: Wie gesagt, ich denke das NRW-Finale wird bei mir im Gedächtnis bleiben. Da habe ich Gänsehaut bekommen als ich auf die Bühne gegangen bin und gesehen habe was da für eine Wand sitzt, die Lärm macht. Das hat mich sehr berührt. Aber ich hatte noch keinen peinlichen Moment – Gottseidank! Ich klopf auf Holz.

Rainer: Ich hatte eher kleinere Sachen. Wie vorgestern als ich einen Schüler-Slam moderiert habe. Das war ein Literaturkurs an der Schule. Da war ein 18-jähriger Junge, der seit seinem 10. Lebensjahr stottert, der eine richtige Sozialphobie hat und darunter leidet. Der ging als Letzter auf die Bühne. Am Ende des Textes drehte sich das Ganze und er machte einen satirischen Text über das Stottern mit den Schlussworten „Wenn mich heute einer fragen würde was meine größte Stärke ist – das Stottern.“ und ging von der Bühne. Die Mitschüler sind aufgestanden und haben nicht mehr aufgehört zu klatschen.

Da kriege selbst ich gerade eine Gänsehaut.

Björn: Ich auch… Du Asi, ey!

Rainer: Und er steht am Rand und kam überhaupt nicht klar. Und ich wusste genau was mit ihm passiert. Denn ich kann mich genau erinnern, was solche Momente eben mit einem machen. Ich weiß, das wird ihn für den Rest seines Lebens begleiten. Ich dachte mir nur „Slam, Slam, Slam! Geil! Geil! Geil!“. Das war der beste U20-Slam den ich seit langem gesehen habe. Das sind solche Momente…  Oder ich hatte in Siegen beim Hörsaal-Slam auch „Dasein“ gemacht und habe gemerkt, dass es ballert. Das Publikum hat mich in dem Moment getragen.
Am Montag haben die Leute einfach geheult. Es liefen Tränen. Das war viel zu krass.

Björn: Tränen sind da aber völlig berechtigt an dieser Stelle. In jedem Gänsehautmoment, sei er denn klein oder groß.

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Björn, Du bringst bald deine zweite Auflage deines Buches „K(l)einscheiss“ raus. Was ist anders? Was erwartet die Leser?

Björn: Diesmal auf jeden Fall keine Grammatik- und Rechtschreibfehler. Es kann ja immer mal passieren, dass Fehler da sind, aber diesmal habe ich es fünf Mal von verschiedenen Leuten lesen lassen und bin der Meinung, dass nun alles ausgemerzt ist. Es werden ein bis drei Texte wegfallen, dafür kommen drei bis fünf neue rein. Die Dicke des Buches ändert sich ein bisschen. Und im Zusammenhang wird mir eine gute Bekannte Illustrationen machen. Darüber freue ich mich, wenn man eine Geschichte gelesen hat und am Ende noch ein Bild hat, das das Ganze einfängt worum es eigentlich geht. Keiner hat was gegen Bilder in Büchern, das ist noch ein nices Gimmick. Ich freue mich drauf!

Und Rainer, Du hast am 20. und 21. Juni den Workshop in der Dortmunder FÜR HIER. Veranstaltungsreihe. Was passiert dort?

Rainer: Vieles. Einiges. Dieses und jenes. Verschiedene Dinge… Das Projekt heißt ja sowas wie „Schreibwerkstadt“. Da würde ich mit den Teilnehmern gerne etwas durch Dortmund laufen. Den Blick zu schärfen für Dinge, für Geschichten, die uns umgeben, die wir aber nicht so direkt wahrnehmen. Ein Detail kann zum Beispiel sein, dass man eine Kette im Flur sieht oder ein Graffiti an der Wand oder irgendwelche Gegenstände. Etwas interessantes, wo man sich eine Geschichte dahinter ausdenken kann und das im allgemeinen Stadtbild, das will ich versuchen. Wir versuchen die Stadt einzufangen, was sie uns erzählt und was hier passiert. Das Interessante dabei: Die Texte, die wir erarbeiten, werden im zweiten Workshopteil auch illustriert.

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Habt Ihr noch Ziele für die Zukunft?

Rainer: Ich habe einen Startplatz für die Deutschen Meisterschaften gewonnen. Das konnte ich gar nicht fassen. Ich würde mich natürlich freuen wenn Björn nun auch noch den Sack zumacht und ebenso einen Startplatz bekommt. Mit Björn zusammen bei den Deutschen Meisterschaften zu starten, das wäre ein Traum.

Die Deutschen Meisterschaften finden im November in Bayern statt, richtig?

Björn: Ja, genau. Die Deutschen Meisterschaften sind schon das Nonplusultra an Slam, vor allem von der Qualität her und von der Dichte. Du bist vier, fünf Tage lang in einer Stadt und triffst Leute, die zu dir gehören, auch wenn du sie nicht kennst, mit denen du aber auftrittst. Du wirst fünf Tage lang mit deinem Hobby konfrontiert. Das ist richtig geil. Man nimmt so viel daraus mit – Ideen, Inspirationen, neue Bekanntschaften. Es geht ja gar nicht so um den Wettbewerb, sondern dass man dabei ist und sich schöne Tage macht. Natürlich würde ich gerne hin und mit Rainer auf ein Hotelzimmer.

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Ihr dürft meine nächsten Fragen nur in ein bis drei Wörtern oder höchstens in einem Satz beantworten!

Was war der erste Eindruck vom anderen? Was habt Ihr gedacht?

Rainer: Penner, kommt hier ins Game und zerfickt. Ich hasse ihn.

Björn: Ich habe über Rainers Alter gerätselt, weil er an dem Tag keine Kappe getragen hat.

Beschreibt den jeweils anderen als Fastfoodgericht.

Björn: Rainer ist für mich eine Pizza, die einen sehr dicken Boden hat und mit vielen verschiedenen Sorten belegt ist, die doch zusammenpassen, obwohl man es nicht denkt.

Rainer: Björn ist das geile, genau richtig durchgebratene Medium-Filetsteak, was man sich reinpfeift, nachdem man fünf Jahre lang Vegetarier war und man liebt es.

Welche Superkraft würdet Ihr euch aussuchen?

Rainer: Ich hab schon eine. Ich stinke nicht.

Björn: Ich würde gerne fliegen.

(Ein weiterer anwesender Slammer brachte sich an dieser Stelle mit ein.)

Jens: Ich kann tote Katzenbabys aus meinem Bauch schießen. Ich weiß nicht was das bringt, aber es ist ziemlich cool.

Rainer: Jens Kotalla, meine Damen und Herren!

Wenn Ihr an einem beliebigen Ort sein könntet, wo wäre das?

Jens: Vorm U in Dortmund.

Björn: Ich wäre jetzt gerne in Island und hätte gerne meine Ruhe. Aber nur mit Rainer zusammen.

Jens: Oder wahlweise mit einer Pizza mit dickem Boden und belegt mit Dingen, die eigentlich gar nicht zusammenpassen.

Rainer: Ich wäre gerne am Meer.

Welche verrückte Sache wolltet Ihr schon immer mal auf der Bühne tun?

Jens: Es gibt nichts was ich noch nicht getan hätte.

Björn: Für mich ist es momentan echt krass richtig auswendig zu performen. Das will ich mal machen.

Jens: Das ist so verrückt! Heftig.

Björn: Für mich ist das momentan tatsächlich verrückt, weil ich richtig Angst habe einen Texthänger zu haben.

Rainer: Ich habe es zwar schon mal gemacht, aber ich würde gerne mal wieder einen Teamtext machen. Teamtext fetzt. Am liebsten nochmal mit Tobi Katze.

Mit wem würdet Ihr gerne mal ein Bierchen trinken gehen? Egal wer.

Björn: Mit Jan Böhmermann und Olli Schulz. Auch wenn Böhmermann nicht trinkt.

Jens: Er würde es an diesem Abend für dich tun.

Rainer: Ich kann nur so kitschige Sachen sagen, wie Wolfgang Herrndorf oder Elliott Smith. Also tote Leute. Oder die Leute, die mir wichtig sind, mit denen trinke ich regelmäßig Bier.

Für welche Geldsumme würdet Ihr nackt auftreten?

Rainer: 20 Euro.

Björn: 21 Euro!

Kriegst Du heute Abend.

Björn: Ich sage so viel wie möglich, aber so wenig wie nötig.

Jens: Ich könnte mich auch jetzt ausziehen.

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Pizza oder Burger?

Rainer: Pizza!

Björn: Burger!

Jens: Pizza!

Aufzug oder Treppe?

Björn & Rainer: Aufzug!

Jens: Pizza!

Kneipe oder Disko?

Björn & Rainer: Kneipe!

Jens: Pizza!

Schlager oder Metal?

Björn & Rainer: Metal!

Rainer: Schlager-Metal!

Konzert oder Stadion?

Björn & Rainer: Stadion!

Jens: Konzert! Konzeeert!

Rainer: Stadion-Konzert.

Klatsch und Tratsch – mitmachen oder nicht?

Rainer: Jap. Definitiv.

Jens: Ich bin der Erfinder!

Björn: Davon lebt die Szene.

Dieses Interview – geil oder nice?

Björn: GEEEIL!

Rainer: SEHR, SEHR GEIL!

Björn: Sehr, sehr geil! NICE!

Dankeschön, Männer!

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Rainer Holl
Facebook: www.facebook.com/rainergehtnochrein
Webseite: www.rainerholl.de

Björn Gögge
Facebook: www.facebook.com/bjoerngoegge
Webseite: www.bjoerngoegge.de


Fotos: Brian Ossowski

 

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